Veranstaltungen - Etappenfahrt

Seit 2005 richtet die Staubwolke einmal im Jahr die zur Tradition gewordene Etappenfahrt aus. Die mittlerweile fünf Tage umfassende Tour führt in verschiedene Regionen und Länder. Im Vordergrund stehen dabei nicht allein die sportlichen Leistungen, sondern vielmehr das Erlebnis gemeinsam das Ziel zu erreichen.

 

Die Jugendfahrer haben ihre persönlichen Eindrücke in Form von Erlebnisberichten zusammen getragen und können hier nachgelesen werden.

2016 - Refrath / Brüggen / Kleve / Essen / Refrath (440 km)

Etappenfahrt 2016 Etappenfahrt 2016

Datum: 18. - 22. August 2016
150 Aufnahmen

1. Etappe: Refrath - Brüggen

 

Heute haben wir unsere erste Etappe hinter uns gebracht. Wir sind 115 km von Refrath nach Brüggen gefahren. Zwischendurch hatten wir zwei Platten, was den anderen zu Gute kam, da sie dann in der brütenden Hitze eine kurze Pause bekamen. Die Fahrt ließ sich dennoch ziemlich einfach stemmen, da wir oft Pausen gemacht haben und keine Berge erklimmen mussten. Meist sind wir auf gut asphaltierten Feldwegen oder durch schöne Städtchen gefahren. Daher waren die Wege sehr schön. Und auch die kleinsten der Gruppe haben die erste Etappe mit mit einem Lächeln auf den Lippen beendet. Wir sind dann so gehen halb sechs in Brüggen angekommen und mussten uns noch ziemlich beeilen, dass wir noch Abendessen bekommen.

 

18.08.2016 Jana und Philine

 

 

2. Etappe: Brüggen - Kleve

 

Nach einem leckeren Frühstück haben wir erst Dehnübungen gemacht, um wieder wach zu werden. Um 10.00 Uhr saßen wir auf dem Rad und radelten los. Die erste Pause haben wir in Holland in Arcen an der Maas gehabt. Dort wartete unser leckeres Mittagessen auf uns. Eine zweite Pause haben wir vor dem Gochness gemacht. Leider sind wir doch nicht wie geplant, dort schwimmen gegangen, weil die ersten Gewitterwolken aufzogen. Bruno und Grant haben dann bei einigen Fahrern noch die Position kontrolliert und verändert. Nach 95 km waren wir dann in der Jugendherberge in Kleve. Dort konnten wir erst mal entspannen, Wäsche waschen lassen und nach dem Abendessen haben wir noch einen Spaziergang nach Kleve runter gemacht. Dort haben wir uns ein leckeres Eis gegönnt.

 


Ruhetag

 

Heute gab es um 8.00 Uhr Frühstück. Unser Zimmer ist somit um 7.30 Uhr aufgestanden. Nach dem Frühstück hatten wir bis 10 Uhr Zeit zur freien Verfügung. Die Zeit haben wir genutzt um Musik zu hören und uns zu unterhalten. Um 10 Uhr haben wir uns alle auf dem Fußballplatz getroffen, um uns zu Dehnen und ein wenig Yoga zu machen. Wie im letzten Jahr ist dieses Jahr auch Grant dabei, der die Yogaübungen mit uns macht. Nach 45 Minuten Dehnen und Yoga hatten wir 15 Minuten Zeit, bis wir mit dem Fahrradputzen angefangen haben. Dieses Jahr war ich (Anna) schnell mit dem Rad putzen fertig und hatte die Kette schnell wieder silbern. Um 12.20 Uhr gab es Mittagessen. Danach hatten wir eine „Teamspiel-Aktion“. In denen mussten wir Aufgaben als Team erfüllen. Um 16.30 Uhr waren wir damit fertig und haben mit fast allen Jugendfahrern und einem Erwachsenen Fußball gespielt, was extrem lustig war. Nach dem Abendessen haben wir uns draußen aufs Fußballfeld gesetzt und uns unterhalten.

 

20.08.2016 Emily und Anna

 

 

3. Etappe: Kleve – Essen

 

Um halb Zehn machten wir uns auf den Weg zur Königsetappe (längste) von Kleve nach Essen. Manche von uns waren noch müde, doch während der Fahrt wurden sie wach. Irgendwann ließ bei einigen die Konzentration nach, wodurch ein Teammitglied ins Straucheln geriet. Nach 42 km kamen wir zur ersten Pause wo uns wie immer Heinz und Christine mit erquickenden Erfrischungen erwarteten. Die restliche Fahrt verlief ohne Zwischenfälle. Heinz und Christine erwarteten uns auch bei der zweiten und dritten Pause mit einem leckeren Büffet. Nach 131 km und 620 hm kamen wir an und konnten uns bei einem leckeren Abendessen entspannen. Wir bedanken uns bei Bruno für die tolle Führungsarbeit.

 

21.08.2016 Tobit und Fabian

 

 

4. Etappe: Essen - Refrath


Unsere letzte und 4. Etappe der diesjährigen Etappenfahrt führte von Essen nach Refrath über knapp 100km. Um kurz nach halb neun wurde die Etappe bei leichtem Regen gestartet. Direkt am Anfang ging es in den Wald. Dort war ein sehr steiler Anstieg mit 16% Steigung und nassem Laub, wodurch der Puls in Schwung gebracht wurde. Nach ca. 11 Kilometer fuhren wir auf eine alte Bahntrasse, die man zum Radweg umfunktioniert hatte. Die nächsten 30 Kilometer folgten wir ihr bis sie schließlich zu Ende ging. Kurz vor der Pause hatte Fabian einen Defekt. Und wir waren alle schon zum ziemlich verfroren. Um 12:30 gab es dann die Pause. Zum Glück hatten wir Rettungsdecken, mit denen wir uns wärmen konnten. Alle saßen ganz eng beisammen, weil ihnen kalt war. Kurz nachdem wir wieder weitergefahren waren, hatte es endlich aufgehört zu regnen. Als das Wetter besser was und die Sonne sogar etwas rauskam, fuhren wir wieder auf eine Bahntrasse. Pünktlich um 15 Uhr hatte die Defekthexe "Roland" zum ersten Mal zugeschlagen. Es folgten noch 2 weitere Defekte von Roland, weshalb er abgeholt werden musste. Um kurz nach 17 Uhr kamen wir dann endlich bei strahlendem Sonnenschein in Refrath an ohne einen einzigen Sturz gehabt zu haben. Die Etappenfahrt war spitze.


22.08.2016 Bastian und Tobias

 

2015 - Refrath / Glörsee / Hilchenbach / Bad Marienberg / Refrath (333 km - 4.284 Höhenmeter)

Etappenfahrt 2015 Etappenfahrt 2015

Datum: 06. - 10. August 2015
175 Aufnahmen

1. Etappe: Refrath – Glörsee (70km, 841 Höhenmeter)

 

Bei der diesjährigen Etappenfahrt hatten wir einen besonders weit gereisten Gast aus Australien, nämlich Grant. Bevor wir losgefahren konnten, mussten drei Leute ihr Fahrrad erst startklar machen. Um kurz nach 10.00 Uhr sind wir aus Refrath losgefahren. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt mit einem 20iger Schnitt machten wir bei 32 Grad Rast an der Bevertalsperre bei der Gaststätte "Zornige Ameise". Bis da hatten wir 400 Höhenmeter und 45 km geschafft. Nach einer halben Stunde gab es wieder einen Defekt. Die letzten 20 km ging es nochmal ordentlich hoch. Nach 70 km und 3:41 Fahrzeit kamen wir endlich an der Jugendherberge Glörsee an. Auf der ersten Etappen legten wir 841 Höhenmeter zurück. Nachdem wir angekommen sind, haben wir uns im schlammigen Glörsee erfrischt. Abends dehnten wir uns noch und danach machten wir noch Stockbrot.

 

06.08.2015 Alex und Tobias

 

 

2. Etappe: Glörsee – Hilchenbach (95km, 1.072 Höhenmeter)

 

Nachdem wir am Morgen den dritten Platten von Alex repariert haben, konnten wir auch endlich los fahren. Vor uns lagen noch 95 km mit 1.072 Höhenmetern. Nach den ersten 32 km hatten wir dann auch schon die erste Pause. Eigentlich ging es noch allen gut, also machten wir uns auf zur nächsten Pause in 35 km, währenddessen wuchsen die Berge und die Kilometer wurden immer länger. Endlich bei der zweiten Pause angekommen, pfiffen schon ein paar aus den letzten Löchern, nur die Hoffnung auf eine kalte Cola oder ein alkoholfreies Bier trieben uns noch an. Leider, leider lag das Cafe Häschen-Bahnhof auf dem Berg. Oben angekommen ließen sich alle erschöpft auf die Stühle fallen. Vor uns lagen jetzt noch 5 km mehr oder weniger bergab. Nach 4:35 Stunden Fahrt kamen wir dann gegen halb vier in der Jugendherberge an. Wir dachten nur noch an eine Dusche, Essen und Schlafen.

 

07.08.2015 Jana

 

 

Ruhetag in Hilchenbach

 

Nach einer sehr entspannenden Nacht ist unser Zimmer (3/4 Leute) heute um 7.00 Uhr aufgestanden, da heute Samstag und Ruhetag war. Um halb neun haben wir uns dann zum Frühstück getroffen. Danach hatten wir etwas Zeit für uns. Wir (Jugendfahrer) haben die Zeit genutzt und uns an unserem „Geheimtip“ -  ein „Mini-Strand“ hinter dem Haus – getroffen, in den Strandliegen gelegen und eine Sandschlacht gemacht. Um 10.00 Uhr haben wir uns dann alle zum Fahrrad putzen getroffen. Als erstes hat uns Bruno gezeigt, wie man das Rad schnell und so gut wie perfekt putzen kann. Dann haben wir uns an die Räder gemacht und sie geputzt. Nach einer halben Ewigkeit hatte ich dann meine Kette fertig geputzt und ehrlich gesagt, wusste ich nicht, dass meine Kette nicht schwarz sondern silber ist. Jana, Alex und ich hatten unsere Räder zuletzt fertig. Nach dem Putzen haben wir uns das Hochzeitsvideo von Grant angeschaut oder eher Brunos Tanzkunst. Im Anschluss daran gab es das meiner Meinung mehr als verdiente Mittagessen, wo wir aufgrund der Apfelschorle, von Wespen attackiert wurden. Dabei kam erneut Heinz besondere Insektenfalle zum Einsatz, welche durch Elektroschocks die Insekten tötete. Danach hatten wir Zeit zur freien Verfügung, wo ich mich in erster Linie von meinem guten Mitfahrer Grant verabschieden musste, der nun zurückfliegt. Als Grant zum Zug gebracht wurde, waren ein paar Teilnehmer am Barfußbad und andere in der Stadt. Um halb drei waren dann alle wieder zusammen und wir sind in den Wald neben dem Haus gegangen um dort zu klettern. Nach der Einführung haben die ersten sieben begonnen den Hochseilgarten zu betreten. Ich habe mich an eine andere Station gehalten, wo man an einem Seil mit einer bestimmten Technik hochklettern kann und ich muss sagen, wir hatten Megaspaß. Als wir fertig waren war es halb sieben und es gab Essen. Danach hat uns Bruno seine Geschichte von Grant erzählt. Mich hat diese Geschichte zum Nachdenken gebracht. Sie hat mir gezeigt, dass ich am Radfahren dran bleiben sollte und dass man niemals aufgeben sollte. Dann hatten wir wieder etwas Zeit bis zum Schlafengehen für uns und für das Schreiben dieses Berichtes. So endet der heutige Tag.

 

08.08.2015 Anna

 

 

3. Etappe: Hilchenbach – Bad Marienberg (65km, 1.074 Höhenmeter)

 

Heute am vierten Tag der Etappenfahrt war bisher eine der anstrengendsten Etappen. Wir sind 65 km gefahren und hatten dabei 1.074 Höhenmeter. Diese Strecke war für uns alle sehr „entspannt“. Als wir ankamen, wurden wir erst mal von Wespen begrüßt. Dann durften wir unsere Zimmer betreten und bewohnbar machen. Danach sind wir raus gegangen und haben unser Können im Radausbau bewiesen. Später forderte Max Roland zu einem Kickerduell. Aber da Roland Max überlegen und erfahrener war, konnte Max nicht gewinnen. So versuchte es Max in weiteren Sportarten. Fußball, Tischtennis – aber er schaffte es nicht. Somit hat er es aufgegeben. Danach hat Gabi uns aufgefordert, Yoga zu machen. Dabei haben sich alle nochmal ausgepowert. Dann konnten wir aufs Zimmer gehen und den Bericht schreiben und den Rest genießen.

 

09.08.2015 Lennart und Max

 

 

4. Etappe: Bad Marienberg – Refrath (103km, 1.297 Höhenmeter)

 

Am letzten Tag unserer Etappenfahrt hatten wir 103 km und 1.297 Höhenmeter. Wir starteten in Bad Marienberg mit einem Platten. Wir kamen nach ca. 30 km bei der ersten Pause an. Dort haben wir frische Energie getankt. Wir hatten ein schönes Panorama mit vielen Bergen. Die zweite Pause hatten wir nach 71 km in Hauser Mühle danach ging es über Lohmar und Rösrath nach Hause.

 

10.08.2015 Tobit

 

Als wir losfahren wollten, ging dies nicht, weil Muhamed einen Platten hatte, bevor es überhaupt losging. Allen musste er vorführen, wie er den Schlauch wechselte. Endlich konnten wir problemlos losfahren. Wir fuhren von Bad Marienberg nach Refrath. In der zweiten Pause durften wir Angehörige oder Eltern anrufen. Als wir in Refrath waren, verabschiedeten wir uns und konnten endlich zu unseren eigenen Betten zurückkehren.

 

10.08.2015 Muhamed

 

 

Fazit

 

Unsere 11. Etappenfahrt – wieder neue Gesichter neben vielen Langerfahrenen – und eine alles in allem harmonische Truppe wandelte auf alten und neuen Pfaden. In dieser inzwischen altersübergreifenden Gruppe profitieren alle voneinander und es ist wunderbar zu sehen, wie jeder Einzelne seinen Anteil dazu beiträgt. In diesem Sinne nochmals an ALLE – herzlichen Dank für die schöne Tour!

 

10.08.2015 Gabi

2014 - Refrath / Mendig / Weilburg / Bad Honnef / Refrath

Etappenfahrt 2014 Etappenfahrt 2014

Datum: 15. - 19. August 2014
31 Aufnahmen

1. Etappe: Refrath – Mendig (88km, 700 Höhenmeter)

 

Die erste Etappe war zum Glück größtenteils flach. Nachdem wir über die Porzer Felder nach Bonn fuhren, fuhren wir das Rheinufer rauf bis Brohl. Nur am Ende gab es einen sieben Kilometer langen Berg. Das Wetter war leider nicht so gut, die Teilnehmer waren auf ihre Regenjacken angewiesen und mussten am Ende ihre Schuhe trocknen. Nach etwa 37 Kilometern gab es die erste Pause, bei der unser Teambus-Fahrer Heinz und unsere Begleitung Christine die Sportler mit Verpflegung versorgten. Vor dem letzten Berg, bei etwa 70 Kilometern gab es eine zweite Pause. Nach 88 Kilometern erreichten wir die Jugendherberge, das Essen war gut und rundete einen gelungenen Start der Etappenfahrt 2014 ab.

 

Quirian und Lennart

 

 

2. Etappe: Mendig – Weilburg (98km, 1273 Höhenmeter)

 

Am Anfang ging es sehr steil bergab zum Rhein runter. Nach dem Wechsel der Rheinseite Richtung Westerwald wurde es dann wegen der vielen Anstiege ziemlich mühsam. Es war sehr regnerisch, doch am Ende zeigte sich die Sonne. Im Westerwald führte die Route über einige Naturstraßen. Unsere Fahrräder und wir wurden dadurch sehr schmutzig. Wie am Tag zuvor mussten wir unsere Räder putzen. Ein wenig Pech hatten wir mit drei platten Reifen innerhalb weniger Kilometer. In der Jugendherberge angekommen, gab es Chili con Carne und tollen Nachtisch, es war sehr lecker!

 

Fabian und Muhamed

 

 

Ruhetag: Kanufahren auf der Lahn (20,2km)

 

Am Sonntag, den 17.08.2014, war unser „Ruhetag“, an dem wir dieses Jahr Kanu fuhren. Um 10 Uhr gingen wir los zum Bahnhof Weilburg. Nach knapp drei Kilometern Fußweg und einer Zugfahrt die Lahn rauf trafen wir den Kanuverleiher. Hier wurden wir kurz eingewiesen, in Dreier- und Viererkanus zugeteilt und ins Wasser gelassen. Nach mühevollen Versuchen gerade aus zu fahren, welche zunächst kläglich im Gebüsch am Ufer endeten, schafften es schließlich alle Staubwolkler zur Pause, wo wir, ähnlich wie beim Radfahren, verpflegt wurden. Für Schadensfreude sorgten Tobias, Lennart und Muhamed, die am Ufer stecken geblieben sind und kenterten. Jedoch konnten sie mit etwas Verspätung und unversehrt, wenn auch etwas nasser als der Rest, die Verpflegungsstelle erreichen. Zu den Highlights zählten eindeutig die zwei Schleusenpassagen und der am Ende zu durchfahrende Tunnel. Am Ende des Tages waren alle erschöpft, nass und froh, als sie in der Jugendherberge Lydias leckeren selbstgemachten Kuchen essen durften. Es war ein feucht-fröhliches Erlebnis!

 

Philine und Luisa

 

 

3. Etappe: Weilburg – Bad Honnef (111km, 1628 Höhenmeter)

 

Am vierten Tag der Etappenfahrt sind wir bei Regen losgefahren. Unsere Etappe führte uns von Weilburg aus durch den Westerwald nach Bad Honnef. Dabei fuhren wir über 1600 Höhenmeter und ganze 111 Kilometer. Die gute Streckenführung von Udo und Bruno wurde gelobt, jedoch kam die Pause etwa 20 Kilometer später als zunächst angekündigt. Hungrig wurden viele dann von dem frischen Regenschauer verärgert, doch schon kurz darauf gab es das langersehnte Essen. Während der Pause wurde das Wetter dann auch sehr schön. Nach vielen Anstiegen wurde die landschaftlich reizende Etappe schließlich von einer langen Abfahrt runter nach Bad Honnef gekrönt. Nach fast sechs Stunden Fahrzeit kamen wir endlich in der Jugendherberge an.

 

Jana und Tobias

 

 

4. Etappe: Bad Honnef – Refrath (53km, 144 Höhenmeter)

 

Am fünften und letzten Tag der Etappenfahrt traten wir unsere Heimreise an. Nach vier sportlichen Tagen rollten wir entspannt von der Jugendherberge ans rechte Rheinufer, welches wir bis Bonn verfolgten. Die Siegmündung passiert gab es bei halber Strecke auf den Porzer Feldern Verpflegung. Nach 53 Kilometern wurden wir dann in Refrath von unseren Eltern, Partnern, etc. empfangen.

Dies war das Ende der erfolgreichen 10. Etappenfahrt der Staubwolke Refrath. 350 Kilometer und über 3700 Höhenmeter haben wir fast reibungslos, ohne Unfälle und mit sicherer Streckenführung von Bruno und Udo, toller Verpflegung von unserem Team im Bus, viel Unterstützung von Eltern und Teilnehmern wie selbstgebackene Kuchen und Kekse, sowie toller Organisation von Gabi überwunden. Mit der Kanutour auf der Lahn am „Ruhetag“ als absolutes Highlight war es für alle Teilnehmer ein schönes Erlebnis, welches das Team weiter zusammenwachsen ließ.

 

Phillip

2013 - Refrath / Duisburg / Münster / Burg Altena / Refrath

Etappenfahrt 2013 Etappenfahrt 2013

Datum: 20.- 24. Juli 2013
278 Aufnahmen

1. Tag Refrath - Duisburg

 

Die erste Etappe ging wie jedes Jahr aus Refrath los, nur dieses Mal wegen Trödelmarktes nicht vom Marktplatz aus, sondern direkt von Zollfranks. Als wir dann los gefahren sind, ist uns sofort aufgefallen, dass wir nach 5 Kilometern noch nicht einen einzigen Defekt hatten. Während wir dann alle bestens gelaunt auf einer Landstraße um eine langgezogene Kurve gefahren sind, wollte uns ein Autofahrer überholen und verursachte somit einen Unfall mit einem Motoradfahrer, welcher uns entgegen kam. Wir haben daraufhin noch 5 Minuten den Verkehr geleitet bis dann endlich der Krankenwagen mit Polizei kam. Diese haben dann die Personalien aufgenommen und der Krankenwagen hat den leicht verletzten Motoradfahrer mitgenommen. Durch Düsseldorf sind wir Viva Colonia singend gefahren. Als wir dann nach 50 Kilometern den Heinz in Düsseldorf (Vollmerswerth), wo natürlich nicht die Sonne geschienen hat, getroffen haben, waren alle froh, dass sie was zu essen bekommen haben. Anschließend waren es nur noch 45,34323 Kilometer, welche wir fast ausschließlich nur durch Industriegebiet gefahren sind. Als wir die Jugendherberge sahen waren wir alle glücklich und geschafft. Die Jugendherberge war von außen nicht sehr ansprechend aber von innen sehr modern und angenehm eingerichtet. Am Abend durften wir uns frei bewegen und haben uns auf dem Industriegelände der Jugendherberge in Duisburg sehr wohl gefühlt.

 

Christian Höller, Frieder Gätjen

 

 

2. Tag Duisburg - Münster

 

Am zweiten Tag ging es von Duisburg bis nach Münster, wo wir unseren sogenannten Ruhetag verbracht haben. Dass hieß für alle noch einmal kräftig in die Pedale treten. Wir hatten immer schönes Wetter und nach 100 Kilometern die Fahrradstadt schlecht hin erreicht. Eine sehr schöne Jugendherberge am Aasee mit geilen Zimmern und mit sehr gutem Essen. Dann freuten sich alle auf den folgenden Ruhetag, da sich das Gerücht herumgesprochen hatte, dass wir am nächsten Tag ins Freibad gehen. So ließen wir dann den Tag mit der finalen Etappe der Tour de France ausklingen! Die Ersten fingen sich an zu fragen, wo eigentlich der Haken an der ganzen Etappenfahrtssache ist. Aber da gibt es keinen Haken.

 

Jonas Hein

 

 

3. Tag Münster

 

Am Montag den 22.7.2013 war unser Ruhetag. Um 9 Uhr gab es ein leckeres Frühstück mit Müsli, Brötchen, Eiern, Aufschnitt usw. Anschließend haben wir unsere Räder geputzt. Manche Räder hat Bruno im Schnelldurchgang geputzt. Danach mussten wir uns dehnen. Nach dem Dehnen wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe ist mit Gabi und Bruno 40 km Rad gefahren, die andere Gruppe ist mit unserem Jugendwart Domink zum Schwimmbad gefahren. Das Freibad war sehr schön. Dort gab es eine 80 m lange Rutsche und ein Wellenbecken, in dem wir mit Martins Hilfe die Wellen selbst gemacht haben, als die Wellenmaschine ausgeschaltet war. Im Schwimmbad hat Tajun einem kleinen Jungen, der noch nicht schwimmen konnte, das Leben gerettet, indem er ihn gerade noch rechtzeitig aus dem Wasser gezogen hat. Mittags haben wir zusammen auf unserer Decke sehr gute Pommes gegessen. Am frühen Abend sind wir dann wieder die 10 km zurück zur Jugendherberge gefahren und da gab es Spießbraten mit Kartoffelgratin und Salat zum Abendessen. Nach dem Abendessen haben manche noch gepokert aber viele sind auch schnell ins Bett gegangen, weil es im Schwimmbad ganz schön anstrengend war.

 

Philine Gätjen

 

 

4. Tag Münster - Burg Altena

 

Um 7.30 Uhr haben wir gut und lange gefrühstückt, sodass wir bei 28°C gestärkt aus Münster losfahren konnten. In Hamm haben wir im Zauberwald die erste Pause gemacht. Nach einer kurzen Strecke haben wir bei Freunden von Gabi & Bruno in Werl bei Sonnenschein in einem großen Garten gegrillt. Als wir weiter gefahren sind, war es bei 33°C unerträglich warm. 50 hügelige Kilometer lagen noch vor uns. Nach insgesamt 119 Kilometern und 1000 Höhenmetern in fast 6 Stunden Fahrzeit waren wir redlich müde, als wir endlich in Burg Altena ankamen. Nach einem leckeren Abendessen haben wir Jugendlichen viel Spaß beim Poker spielen gehabt.

 

Tobias Hoffmann

 

 

5. Tag Burg Altena - Refrath

 

Am 24.7.2013 sind wir von Burg Altena wieder zurück nach Refrath gefahren. Es waren 75 km. Wir sind nach einem guten Frühstück im leichten Nieselregen losgefahren. Aber nach ein paar Kilometern kam schon der erste 7 km lange Berg. Dort war zur Freude von vielen Jugendfahrern "Feuer frei". Danach ging es mit ein paar kleineren Bergen weiter. Nach 15 km hat es dann so richtig angefangen zu schütten. Aber wir konnten uns durch Singen ein bisschen ablenken. Wir waren sehr froh, als wir nach 40 km Mittagspause machen durften. Zu Mittag gab es wie immer Brötchen, Käse, Wurst, Gemüse, Obst und sehr viele RTF-Schnitzel. Die Mittagspause war bei strömendem Regen auf einem Spielplatz, wo wir uns zum Glück unter den Spielgeräten unterstellen konnten. Die etwas größeren hatten da Schwierigkeiten. Uns wurde durch den Regen so kalt, dass wir die Pinguintaktik zum Warmhalten benutzt haben. Als wir danach wieder auf den Rädern saßen und schon ein paar km gefahren waren, wurde uns wieder etwas wärmer. Kurz vor Schluss gab es dann leider einen Unfall. Luisa wollte schalten, ist gegen ihren Nachbarn geknallt, gestürzt und Fabian und Benedikt sind dann über Luisas Fahrrad gefahren. Luisa und Benedikt mussten vom Frieder, der als Schulsanitäter einen Notfallpack dabei hatte, versorgt werden. Leider hatte Fabian in seinem Vorderrad einen Platten, den ersten Defekt auf der ganzen Etappenfahrt. Wegen des Plattens musste Bruno den Heinz anrufen, dass er mit dem Bus vorbei kommt und Fabian ein neues Laufrad gibt. Als Luisa und Benedikt sich von ihrem Sturz erholt hatten, ging es weiter nach Bechen. Eigentlich wollten wir in Bechen ein Eis essen, das haben wir dann aber gegen ein heißes Getränk eingetauscht. Dann ging es nur noch 10 km zum Marktplatz in Refrath. Dort wurden wir mit einem Applaus von den Eltern empfangen. Als Heinz mit dem Bus kam, haben wir noch eine Abschlussrunde und ein Foto für den Vermieter des Busses gemacht. Für alle war das eine schöne und eine erlebnisreiche Etappenfahrt.

 

Philine Gätjen


 

Fazit:

5 Tage mit insgesamt 26 Teilnehmern – ca. 400 km – nur ein Sturz, welcher glimpflich verlaufen ist – schöne Landschaften – tolle Routenplanung mit fast keinem Stopp – gute Stimmung in der Truppe – kein Defekt – alle Altersklassen vertreten – vielen Dank an unser Betreuerteam Heinz und Christine! Ich freue mich auf die 10. Etappenfahrt in 2014.

 

Gabi

2012 - Refrath / Brüggen / Maastricht / Monschau / Refrath

Etappenfahrt 2012 Etappenfahrt 2012

Datum: August 2012
324 Aufnahmen

1. Tag Refrath - Brüggen


Der erste Tag, 15.08.2012, der diesjährigen Etappenfahrt ging wie jedes Jahr um 10 Uhr los. In der Gruppe herrschte wie jedes Jahr eine großartige Stimmung, jedoch war es der Tag mit die längste Fahrzeit der diesjährigen Etappenfahrt. Wir hatten 18 Defekte auf der schönen Tour nach Brüggen und leider stürzte bei dieser Etappe einer von den jüngeren Teilnehmern. Benedikt wurde verarztet und konnte weiterfahren. Am Ende waren 120 km bei fast 30 % Rückenwind mit einem 22er Schnitt absolviert. Bruno Streckenplanung war wie immer perfekt und führte uns über viele abgelegene, ruhige Straßen und Waldwege.

Die Verpflegung war natürlich bei den meisten Fahrern das lang ersehnte Ziel. Die Verpflegung war dank Heinz immer auf die Sekunde genau vorbereitet. Die Kleineren waren froh, wenn sie den Bus sahen, wo sie wieder Kraft tanken konnten. Die Etappe endete dann nach einem aufregenden ersten Tag im Sattel. Alle waren froh als sie das Jugendherbergs-Schild sahen. Dort wurden erst einmal die Räder ordentlich im Fahrradraum abgestellt, dann wurden die Zimmer eingeteilt. Als alle ihre Zimmer gefunden hatten, ging jeder der Reihe nach Duschen. Zum Essen waren alle rechtzeitig fertig, anschließend wurden noch ein paar Räder inspiziert und fertig für die nächste Etappe gemacht.

 

Christian und Jonas

 

 

2. Tag Brüggen - Maastricht


Am folgenden Tag fuhren wir bei super Wetter von Brüggen nach Maastricht. Wir fuhren über sehr ruhige Nebenstraßen und Radfahrwege, größtenteils an der Maas entlang. Das Tempo war ruhig und es gab keine nennenswerten Steigungen. Auch an diesem Tag war der „Defektteufel“ wieder mit uns und so kam es immer wieder zu Pausen, damit die Platten repariert werden konnten. Das Radfahren in Holland entpuppte sich als sehr angenehm, da die Radwege hervorragend gekennzeichnet waren. Am Ende des Tages zeigten unsere Tachos 92 km an. Unsere Unterkunft, das Stayokay Maastricht, direkt an der Maas gelegen – mit hervorragendem Essen und sehr sauberen Unterkünften.

 

Noah

 


3. Tag Maastricht


Der dritte Tag der Etappenfahrt, quasi Ruhetag, da wir die Jugendherberge nicht wechselten, dennoch sind wir etwas gefahren. Ziel war die Weltmeisterschaftsstrecke, wo vom 15. bis zum 23. September 2012 die Straßenrad-WM stattfindet.

Nach dem Frühstück stiegen wir auf die Räder und fuhren zur Weltmeisterschaftsstrecke. Diese liegt vor den Toren Maastrichts in der Provinz Limburg. Als wir uns nach wenigen Kilometern auf der Strecke befanden, staunten die meisten nicht schlecht. Viele wussten nämlich nicht, dass es auch in den Niederlanden nennenswerte Steigungen gibt. Diese machten der gut trainierten Gruppe allerdings keinerlei Schwierigkeiten. Die letzte Steigung zum Cauberg hatte es aber in sich. Dies war gleichzeitig die Zielgerade der WM-Strecke. Aus diesem Anlass erlaubten die Trainer Freiwilligen nochmals runterzufahren und hochzusprinten, viele haben festgestellt, wie schwierig dieser Schlusssprint ist. Deshalb waren Max Renner und Jonas Hein beim nächsten Sprint besonders stolz, die Sprints zu gewinnen. Anschließend ging es wieder runter nach Maastricht. Am Ende hatten wir gut 25 Kilometer auf unseren Tachos.

Der nächste Programmpunkt war das gemeinsame Pommes-essen in der Innenstadt von Maastricht. Ausgewählt haben die Erwachsenen unter Protest der Jugendfahrer, die zum gegenüberliegenden Mc Donalds wollten, einen Imbiss mit einem pinken Saal im Retrostyle. Dies hatte schwerwiegende Folgen. Das Radio, welches im Hintergrund spielte, produzierte bei den meisten einen Ohrwurm, der viele über das Ende der Etappenfahrt hinaus quälte. „I, I follow, I follow you, deep see baby…“

Nach dieser gesunden Mahlzeit, die unsere Trainerin Gabi Zollfrank für uns aussuchte, ging es zurück zur Jugendherberge, wo wir uns nach einer kurzen Pause zum gemeinsamen dehnen trafen. Hierbei blamierte sich gleich zu Beginn Tajun, der zu spät kam, und dann den Treffpunkt nicht fand. Sein Anruf bei Gabi war für den Rest der Gruppe sehr amüsant. Anschließend ging es ans Räder putzen. Hierbei lernten wir einiges über die Pflege der Räder. Sitzpositionsexperte und 1. Vorsitzende Bruno Zollfrank verstellte zudem einige schiefe und zu tiefe Sättel. Außerdem zeigte er uns, wie man das Lenkerband wechselt.

Nach dem Abendessen hatten wir freigestaltbare Zeit. Einige zog es in die nahegelegene Innenstadt.

So endete der erlebnisreiche Tag an der Maas. Bemerkenswert ist zudem, dass wir uns das moderne und gut ausgestattete Hostel mit Top-Lage zwischen Maas und Stadtpark direkt am Stadtzentrum dank einer großzügigen Spende Christian Reimeschfügen leisten konnten. Vielen Dank dafür!

 

Tajun + Phillip

 

 

4. Tag Maastricht - Monschau


Die heutige Etappe ging von Maastricht über Eupen und dem Hohen Venn nach Monschau. Die Fahrzeit war 4 Stunden und 13 Minuten. Mit über 1000 Höhenmetern und 72 Tageskilometern war es die bergigste Etappe, die wir gefahren sind. An einer Talsperre kurz vor dem hohen Venn haben wir noch eine Rast gemacht wo wir Brötchen und Obst & Gemüse gegessen haben. Was sehr überraschend war , war dass wir NUR drei kleine Defekte hatten. Heute sind glücklicherweise ist Emili mit Martin und Andreas zu uns gestoßen, denn ohne Emili hätte Dominik die Berge bestimmt nicht geschaft :D. Die Etappe endete mit einem Eis in Monschau und einem Abendessen in der Jugendherberge in der Burg Monschau.

 

 

5. Tag Monschau – Refrath


Nach dem ausgiebigen Frühstück im sonnendurchfluteten Rittersaal der Burg Monschau schwangen sich die Kämpfer zum letzten Mal auf ihr Gefährt.

Die Sonne wollte nicht aufhören ihre Hitze auf die 22 Fahrer und Fahrerinnen abzugeben. So legten wir viele kurze Stopps ein, um Flüssigkeit aufzunehmen und den Kreislauf etwas herunter zu fahren.

Über schöne Straßen, unter Anderem die Rennstrecke des Frühjahrsklassikers „Rund um Düren“, führten uns Bruno und der verloren geglaubte Holger bis zur Rodenkirchener Brücke und endgültig bis auf den Parkplatz unseres Sponsors „Breidohrs Frische Center“.

 

Durch die Hitze, die zwischenzeitlich auf den Tachos mit 41°C benannt wurde, waren alle froh, nach langen 107 Kilometern und 5 Stunden ihre Liebsten wieder zu sehen, die sie schon mit kühlen Getränken erwarteten.

Nach einer abschließenden Lobeshymne des 1. Vorsitzenden waren alle sehr stolz auf sich aber auch auf jeden einzelnen anderen Teilnehmer. Alle kamen ohne Streitigkeiten miteinander klar und können viel Erfahrung mitnehmen.

Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Auf die Räder, fertig, los!

 

Max

2011 - Refrath / Bad Neuenahr / Bad Kreuznach / Limburg / Refrath

Etappenfahrt 2011 Etappenfahrt 2011

Datum: 31. August 2011
405 Aufnahmen

Mittwoch 31.08.2011 Refrath – Bad Neuenahr-Ahrweiler von Christian Höller

Es war eine sehr schöne Anfangsetappe für die diesjährige Etappenfahrt, bei der sich morgens 11 Rennradfahrer und 2 Begleiter in Refrath auf den Weg machten. Das Wetter spielte mit und auch die Streckenführung am Rhein entlang, über die schönen Feldwege durch die Eifel und der Rotweinwanderweg dienten als anregende Kulissen für den Start der Etappenfahrt 2011. Die Gruppe war die ganze Zeit bei guter Laune es gab keinen der sich nicht wohl fühlte. Die Seniorenfahrer Helmut Rellecke und Peter Jedryka boten sich als Begleiter an. Die Stimmung wurde dank dem Vogelschiss auf dem Trikot von Jonas Hein noch einmal gesteigert.Nach dem ersten Tag auf dem Rad und den 71 Kilometern in den Beinen waren die kleineren Teilnehmer froh an der Jugendherberge in Bad Neuenahr-Ahrweiler angekommen zu sein. Dort stießen dann noch Erik Santen und Nina Braun zu den Fahrern und Helmut und Peter verabschiedeten sich nach Kaffee und Kuchen.

 


Donnerstag 01.09.2011 Bad Neuenahr-Ahrweiler – Bad Kreuznach von Gabi

Ein wunderschöner, aber kühler Morgen zu Beginn der absoluten Königsetappe. Den Organisatoren war bei der Planung klar, dass dies ein langer Tag werden würde, jedoch waren die Umleitungen und zahlreichen Straßensperren nicht eingeplant. So wurden aus angedachten rund 120 km am Ende 170 km mit über 2300 Höhenmetern. Nach dem üblichen Dehnen und kurzer Radinspektion ging es schon früh los. Da nach gerade mal 1 km schon die erste „Bergwertung“ mit 6 km Bergauffahrt anstand und einige der Jugendfahrer kaum zu bremsen waren, entschieden die Trainer, dass Erik mit Jonas Hein, Philip Hartwich und Christian Höller mal eine kleine Extra-Einlage fahren sollte. Erik hat sich danach Richtung Köln verabschiedet und die glorreichen drei waren etwas ruhiger. Auf der danach folgenden langen Abfahrt hatten wir dann einen bösen Unfall – Kettenriss bei Jonas Hein bei ca. 40 km/h. Wunderbarerweise war wohl ein Heer Schutzengel unterwegs und obwohl Jonas über die Gegenfahrbahn schoss und sich mehrfach überschlug, gab es „nur“ wenige Hautabschürfungen und kleine blaue Flecken. Nach erster Versorgung und Beruhigung aller Fahrer wurde Jonas samt Rad im Begleitwagen verstaut. Wir durften weiter fahren, rauf und runter. Dank der Navigatoren Sebastian und Holger hielten sich die Stopps und kurzen Verschnaufpausen sehr in Grenzen. Unterstützung gab es strecken-technisch ebenso aus unserem blauen Bus durch Bruno, der immer wieder nette Berge fand, die wir dann erfahren durften. Nach einer Stärkung der Bahntrasse Mayen - Münstermaifeld ging es gleich weiter, nicht ohne vorher mal wieder die Sonnencreme kreisen zu lassen. Wir überquerten die Mosel und ein weiterer knackiger Anstieg erwartete uns. Nach einer Pause in Emmelshausen erreichten wir die nächste Bahntrasse, den Schinderhannesradweg – diesmal 37 km lang – bis nach Simmern. Jonas Hebborn und Tajun Schäfer waren dann allerdings schon geschafft und holten sich Verstärkung durch unsere tapferen Anschieber Holger, Dominik und Philip. Nach 130 km krabbelten Jonas Hebborn und Tajun zu Jonas Hein ins Auto und unterstützen Bruno und Heinz bei der Suche nach der Jugendherge. Der Rest radelte munter weiter, nachdem klar war, dass es auf jeden Fall, wenn auch später, ein warmes Abendessen in der Jugendherberge geben würde. Nochmal ein Berg, vorher noch platt bei Christian und dann durften wir ca. 30 km Gas geben – immer bergab Richtung Nahe – Tempomacher Martin ließ es sich nicht nehmen, alle aus dem Wind zu nehmen und kräftig Gas zu geben. Gegen 20.00 Uhr – es war ja noch hell – durchfuhren wir Bad Kreuznach – schon mit dem suchenden Blick nach dem Herbergsschild. Gefunden! Und ….noch ein netter, kleiner Anstieg mit 15 % und gut einem Kilometer lang. Wenn schon Königsetappe – dann aber auch richtig. Glücklich oben angekommen, stand das Abendessen schon auf dem Tisch und – nur ausnahmsweise – gab es Duschen und Betten beziehen nach dem sehr ruhigen Essen.

 

 

Freitag, 02.09.2011 von Gabi

Ruhetag – welch ein Wort. Frühstück gab es, für einige viel zu früh, schon um 8.30 Uhr. Anschließend trafen sich alle zum Räder putzen, welches wie immer sehr unterschiedlich ausfiel. Später musste dann noch Jonas Rad wieder hergerichtet werden und Dominik erklärte die Technik der Kettenmontage und worauf man zu achten hat. Ebenso wurde von Bruno eine Reifenkontrolle erläutert und demonstriert. Nachdem die Räder alle wieder für den nächsten Tag fertig in der Garage verstaut waren, ging es zum Dehnen auf den Tartanboden. Mit leichter Unlust bei dem ein oder anderen wurden doch dann alle Muskeln gedehnt und entspannt. Zum Mittagessen wollten wir zu Fuß dann nach Bad Kreuznach – also mussten wir den Berg wieder herunter. Über einen kleinen Waldpfad gelangten wir zum Salinental, wo wir sehr gute Luft, Salinen und Infos darüfer fanden und jede Menge Schoko– und Rosinenbrötchen verspeisten. Weiter ging es nach Bad Kreunach – erstaunlicherweise fiel auf dem Weg entlang der Nahe niemand ins Wasser. Eingangs des Kurparks fielen wir dann doch ein wenig auf – ein „Verdampfer“ lockte die Jugendfahrer zum Schnuppern heran – einige Blicke viel älterer Herrschaften wurden in Kauf genommen. Gabi entdeckte dann ein Kneipp-Becken und nach anfänglichem Zaudern wateten alle durch das wirkliche kalte Wasser. Bei Sonnenschein und herrlichen Temperaturen eine Wohltat. Danach hatten wir uns ein großes Eis verdient. Bruno und Sebastian durchforsteten anschließend Bad Kreuznach auf der Suche nach Karten für die nächsten Tage und der Rest fiel auf den nahe gelegenen Minigolf-Platz ein. Nicht endende Lachsalven und konsequente Spielführung ermöglichten es den beiden Teams viel Spass zu haben und fast noch rechtzeitig zu Essen zu kommen. Nur musste vorher der „Jugendherbergs-berg“ wieder erklommen werden – und einige hatten doch tatsächlich Glück. Eine fast aus dem Nichts auftauchende Oma war so lieb, einige der besonders müden Jugendfahrer (Sören, Christian, Jonas…) nach oben zu fahren. Inzwischen waren auch Udo Kudelka und Andreas Ritz (ein weiterer Beifahrer wegen gebrochener Rippen) angekommen und Holger Buhr hatte uns Richtung Köln (wegen Triathlon-Teilnahme) verlassen. Ebenso trudelte Emily mit Verstärkung ein. Der Abend wurde gemütlich mit Streckenplanung für Samstag, Spielen und Quatschen beendet – stand doch morgen die nächste Etappe nach Limburg auf dem Plan.

 

 

Samstag 03.04.2011 Bad Kreuznach - Limburg von Gabi

Heute wieder Kaiser-Wetter. Und Abfahrt auch erst um 10.00 Uhr. Los ging es nach Bingen über den Nahe-Radweg, links, rechts, Treppen – alles dabei. In Bingen dann auf die Fähre und über den Rheinnach Rüdesheim. Danach wurden erst mal wieder Flaschen aufgefüllt, Riegel verteilt und Unterhemden ins Auto geschmissen. Weiter ging es zügig mit Rückenweg rheinabwärts bis Lorch. Dann hinauf in den Taunus durch das Wisbertal. Dominik erprobte erstmals das Anhängerfahren mit Emily und wusste danach genau, wann es hoch oder auch mal bergab ging. Nach einer Pause in Bad Schwalbach mit leckerer Melone ging es weiter. Am Ende des Tages erreichten wir Limburg nach 110 km mit lockeren 1000 Höhenmetern. Dort testeten Jonas Hebborn und Tajun die Rollen ihrer Taschen, indem sie bis zu ihren Zimmern ihre Trollys polternd hinter sich her zogen. Sie waren garantiert zu hören! Nach Abendessen und kurzer Überlegung ging es dann noch, wie immer, runter nach Limburg. Eine Eisdiele musste für die nächste Kalorienzufuhr herhalten. Der Rückweg, immer bergauf, und vom JHB-Personal auf ca. 35 Minuten geschätzt, schafften unsere Jugendfahrer in geschätzten 20 Minuten – joggend. Hatten wohl noch nicht genug getan.

 

 

Sonntag , letzter Tag der Etappenfahrt Limburg - Refrath von Jonas Hebborn

Wir mussten um 7 Uhr aufstehen - Frühstück 7.30 Uhr und Los. Die letzte Etappe ging über 130 km und führte uns von Limburg zurück nach Hause. Wir kamen um 17.15 Uhr erschöpft auf dem Marktplatz an. In seiner Abschlussrede hat Bruno uns alle gelobt. Danach sind alle zufrieden nach Hause gefahren.

Fazit: 480 km und rund 5000 Höhenmeter – und für jeden gab es ein persönliches Highlight. Die Stimmung in der Truppe war wieder toll, ein glücklich verlaufender Sturz und viele schöne Ausblicke, wie immer wunderschön durch unsere Fotografen Martin, Heinz und auch Andreas, festgehalten. Dank der Streckenplanung von Bruno, Holger und Sebastian viele schöne Nebenstraßen und Radwege gefunden und nur ganz wenige Hauptstraßen gefahren. Hier auch noch mal unser Dank an „unseren“ Busfahrer Heinz, wie immer mit bester Verpflegung und bester Begleitung.

2010 - Refrath / Bad Münstereifel / St. Vith / Aachen / Refrath

Etappenfahrt Etappenfahrt 2010

Datum: 25.-29. August 2010
109 Aufnahmen

Vorwort:

In der langen und glorreichen Tradition der Staubwolk’schen Etappenfahrten (immerhin schon zum 6. Mal in Folge) haben sich einige Gesetzmäßigkeiten herauskristallisiert, darunter teilweise auch nur bloße Radfahrermythen. Eine solche Gesetzmäßigkeit, im Beisein des Vereinsvorsitzenden Bruno Zollfrank wohl eher als Naturgesetz zu bezeichnen, war schon vor dem Start der diesjährigen Austragung offenkundig: es wird bergig. Da der Betreuerstab der Staubwolke beschlossen hatte, diesen Sommer sogar fünf Tage im Sattel zu sitzen, war auch klar: es wird noch bergiger. Und weil so ganz nebenbei noch ein Abstecher ins benachbarte Wallonien auf dem Programm stand, wusste insgeheim jeder eingefleischte Etappenfahrer: es wird bergiger denn je zuvor.
Dem ungeachtet (oder eher unwissend) fanden am Morgen des 25. August 15 Staubwolkler aller Altersklassen den Weg nach Refrath. Einzigartig dabei: durch die gezielte, politisch gewollte Förderung weiblicher Nachwuchskräfte konnte man zu Beginn der Fahrt eine Frauenquote von mehr als 25 % aufweisen. Rekord!

 

 

1.Etappe: Refrath – Bad Münstereifel

Regen war auf Etappenfahrten nichts neues. Sonne auch nicht, aber eher ungewohnt. Und so ging es eben ungewohnt gegen 10 Uhr Mitteleuropäischer Zeit auf den ersten Streckenabschnitt nach Köln-Rodenkirchen. Gewohnt hingegen war altgedienten Staubwolke-Veteranen wie Christian „Uelpe“ Uelpenich oder Domenik Zenk, auch genannt der Jugendwart, das Fahren in Zweierreihe bei gemäßigtem Etappenfahrt-Tempo. Schwitzen durfte dagegen Bruno mit altbekannter Anhängerkonstruktion, in der die Jahr für Jahr schwerer gewordene Tochter Emmily faulenzte oder für Stimmung sorgte. „Arrière du peloton“ fuhr die meiste Zeit deren Mutter und Geschäftsführerin (zweideutig?) Gabi Zollfrank.
Die erste und für scheinbar unbestimmte Zeit vorerst letzte Rheinüberquerung über die Rodenkirchener Brücke sorgte unter dem sorglosen Staubwolke-Nachwuchs (mit zwei Elfjährigen so jung wie nie zuvor) für eine lebendige Aufbruchsstimmung, sah es weit und breit immerhin kaum nach Berglandschaft aus. Das änderte sich auch nicht zu Beginn der hinter Brühl eingelegten Verpflegungspause. Heinz „Uelpe“ Uelpenich, auch in diesem Jahr löblich sich dem Begleitbusfahren hingebend, hatte bereits Bäckereien, Supermärkte und Frischfleischabteilungen plündern müssen, um die hungrigen Mäuler der Staubwolkler adäquat stopfen zu können. Nicht dass er nicht selbst auch seinen Anteil an der Beute abbekam, aber für seine Hilfsbereitschaft muss man sich auch an dieser Stelle noch einmal bedanken.
Langsam aber sicher sickerte dann doch die Nachricht durch, es könnte sehr bald mit knackigen Anstiegen zu rechnen sein. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Denn Bruno, hier im Amt des Reiseleiters, meint es ja nie böse mit den Bergen. Im Übrigen ebensowenig mit seiner Liebe für idyllische Nebenwege, gleich ob geteert oder planiert, glatt oder löchrig, fahrbar oder unfahrbar. Bei abwechselnd bewölkt-heiterem Wetter ging es also anschließend fernab allem, was nach Land- oder gar Bundesstraße roch in die hügelige Eifellandschaft – man bedenke die nicht geringe Zahl an Eifeler Bauern und deren gedünkten Felder.
An Rheinbach vorbei steuerte die Staubwolk’sche Radfahrerkolonne auf geradem Wege (!) auf Bad Münstereifel zu. Dort angekommen, tauchten irgendwann Schilder mit der Inschrift „Jugendherberge“ am Wegesrand auf und mit ihnen bei manch einem ein böser Verdacht. Schließlich hatte die im letzten Jahr aufgesuchte, älteste Jugendherberge Deutschlands auf der Burg Altena den weitverbreiteten Etappenfahrt-Mythos als reale Gegebenheit entlarvt: Herberge leitet sich aus Berge ab. Und so kam es, wie es kommen musste: am Ende der ersten von fünf Königsetappen standen zwei Kilometer Serpentinen bis die ländlich ausschauende Bad Münstereifler JugendherBERGE erreicht war. Abgekämpft schaute derweil nach fast fünf Stunden mit knapp 85 Kilometern ein Teil des zukunftsträchtigen Staubwolkenachwuchs aus.
 Mit dem Hinzustoßen von Niklas am späten Nachmittag erhöhte sich die Anzahl der Teilnehmer auf 16 Staubwolkler, die es natürlich nun zu füttern galt. Pommes Frites war da eine beliebte Radfahrerstillnahrung; morgen würde es dann eben etwas Gesünderes geben. Schließlich fand der Abend bei gemäßigtem Unterhaltungspegel (fehlte etwa jemand?) relativ früh sein Ende, möglicherweise weil intensiv ausgetragene Fußball- und Tischtennisspiele dann doch recht schnell müde machten - was aber mit Hinblick auf die kommenden Tage vielleicht gar nicht von Nachteil war.

 

 

2.Etappe: Bad Münstereifel- St.Vith (B)

International sollte die diesjährige Austragung der Etappenfahrt werden. Wurde sie auch. Doch klar war auch, dass die Reise nicht an die holländische Küste, sondern durch die alles andere als holländisch geformte Eifel ins belgische Wallonien ging. Mit viel Pathos sollte dabei nicht nur eine geographische, sondern bei dieser von Qual und Leiden geprägten Sportart auch eine mentale Grenzüberschreitung gemeint sein.
 Mit etwas weniger Pathos ging es dann, nachdem alle ihr Käse- und/oder Nutellabrötchen aufgegessen hatten, gegen halb zehn los auf den Weg nach Belgien. Doch war jedem klar, dass dieser Weg nicht über die Bundesstraße, sondern über die auf der Karte kleinen, kaum sichtbaren Linien führen würde (meist unsichtbar auf normalen Karten). Das führte auch auf dieser Etappe gelegentlich zu Irritationen, als urplötzlich aus einem geteerten Sträßchen ein Wurzelpfad über Stock und Stein wurde. Trüben konnte das die allgemeine gute (gude) Laune in der Gruppe allerdings nicht - selbst die Sonne brachte es hin und wieder zu einem Lachen.
Lachen, wie üblich die rheinische Frohnatur, konnte derweil auch der tapfere Begleitbusfahrer Heinz, als er mal wieder für den dringend benötigten Kaloriennachschub sorgte.
Am frühen Nachmittag sollte es dann endlich so weit sein: Betreuerin, Geschäftsführerin und Motivatorin Gabi hatte einen Platten (ganz nebenbei passierte man übrigens auch die Grenze). Und so erreichte der Staubwolke-Tross bei milden Temperaturen schließlich das ferne St.Vith und musste zur Überraschung feststellen, gegen Ende bergab gefahren zu sein – andere Länder, andere Sitten. Davon konnte allerdings kulinarisch keine Rede sein: Es gab erneut Pommes. Und nur, aber auch wirklich auschließlich weil man hier ja zwei Nächte verbringen würde, waren Pommes am nächsten Tag definitiv ausgeschlossen.
Den Abend verbrachte die Truppe wie gewohnt an der Tischtennisplatte mit ebenso gewohnt halsbrecherischen Rundläufen. Gewohnt lustig wurde es zudem, als die arbeitende Bevölkerung Martin und Udo ins belgische St.Vith Einzug fanden. Und dass, obwohl am morgigen Tag verglichen mit den heutigen 75 Kilometern eine kräftige Ardennenachterbahn aufwartete – ein sehr, sehr anstrengender Tag also.

 

 

3.Etappe: St.Vith (B) – Schwimmbad – St.Vith (B)

Aus der angekündigten Ardennenachterbahn wurde eine kräftig nasse Rutschbahn. Und aus dem kräftespaarenden Windschattenfahren wurde eine auf Gedeih und Verderb ausgetragenene Rutschpartie– hintereinander rutschen natürlich strengstens untersagt und sozial geächtet. Aber warum eigentlich rutschen? Nun, am Morgen des 27. August wurde schnell allen Beteiligten klar, dass es relativ viel und stark regnete. Und so kam es, dass, flexibel wie die Staubwolke nunmal ist, von dem 2-Nächte-in-St.Vith-verbring-Luxus Gebrauch gemacht wurde und man kurzerhand das Rutschen von der Straße in die Halle holte. ‚Die spinnen, die Radfahrer’, schließlich war plötzlich die halbe Schwimmhalle von der ganzen energiegeladenen Staubwolkemannschaft besetzt. Von der ganzen Mannschaft? Nein! Ein kleines, unbeugsames Grüppchen leistete tapferen Widerstand gegen die aufkommende Radfahrerdekadenz: Staubwolke-Veteran und Vereinsvorsitzender Bruno sowie Staubwolke-Veteran in spe Alex entschiedenen sich trotz aller Widrigkeiten für das Radfahren – und retteten somit womöglich die angekratzte Ehre des Vereins.
Unterdessen fand die (gefühlte) Speisung der 5000 natürlich nicht in der Mahlzeit-variierenden Jugendherberge, sondern im Schwimmbad statt. Von Mahlzeit-variieren konnte jedoch mit Blick auf die vorherigen zwei Abendessen keine Rede sein: Es gab mal wieder zur Abwechslung Pommes. Als hätte man es nicht geahnt!
 Tobend, kämpfend, schreiend und wahlweise auch Wasser-schluckend ging letztlich auch dieser Tag sportlich über die Bühne. Und viel nasser als ein durchtränkter Alex und Bruno war man auch nicht geworden. Und so ganz nebenbei fand auch das eine oder andere (Alibi-)Salatblättchen seinen Einzug auf die Teller beim Abendessen, dazu Reis und Geschnetzteltes. Heile Welt also.

 

 

4. Etappe: St.Vith (B) – Aachen (D)

Die anstehende Königsetappe durch hügeligste deutsch-belgische Grenzgebiete brachte die hedonistische Schwimmfraktion wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: strampeln und schwitzen war wieder angesagt und das bei dann doch recht frischen Temperaturen. Bis zum Verpflegungspunkt Robertville war ein flüssiges Pedalieren problemlos möglich, bis sich innerhalb von wenigen Minuten ein recht dunkles Ungemach am Himmel zusammenbraute: weiterfahren unmöglich. ‚Rette sich, wer kann’ war plötzlich angesagt und in dem 5-Sitzer-Bus fanden - auf immernoch ungeklärte Weise – mehr als ein Dutzend Staubwolkler Unterschlupf. Nach einiger Zeit, als das schlimmste vorüber schien, ging die Fahrt ins scheinbar Ungewisse bei anscheinend ungewisser Wetterlage weiter.
 Kurz vor Monschau signalisierte dann ein allbekanntes Straßenschild die Rückkehr in die Bundesrepublik und sorgte für allgemeinen Jubel.
 Kurz hinter Monschau signalisierte dann eine allbekannte Dunkelheit die Rückkehr des Regens und sorgte für allgemeinen Ärger. Mit individuellem Ärger hatte es hingegen Vorstandschef, Motivator (abhängig von der gewählten Strecke) und Reiseführer Bruno zu tun, als ihm in den tiefen Wäldern der Provinz ein Reifenschaden plagte.
Hinter Roetgen an der deutsch-belgischen Grenze besserte sich schließlich die Situation und sorgte wieder für die gewohnt heitere Stimmung in der Truppe; nicht zuletzt, da die gefühlte Metropole Aachen am Horizont auftauchte. Dort angekommen, stand nach etwa 95 Kilometern die Jugendherberge vor der Tür. Fehlte nicht irgendetwas? Richtig, genau stand die Tür natürlich nicht vor der Tür, sondern auf dem Weg dahin galt es noch, völlig logisch und wie erwartet, eine knackige 100-Meter Rampe zu bezwingen.
Der letzte Abend der diesjährigen Fahrt zeigte die zwei Seiten des typischen Staubwolklers: während die eine Hälfte der Meinung war, das Rad sei nach dem heutigen Tag völlig verdreckt und gehöre geschrubbt und geputzt, war die andere Hälfe der Meinung, das Rad sei nach dem heutigen Tag völlig unwichtig und tankte ‚Verstehen Sie Spaß’ guckend (ausnahmsweise, versteht sich) Energie für den letzten Tag.

 

 

5. Etappe: Aachen – Refrath

Wie sich schnell herausstellte, war für die anstehende Königsetappe die Energie-Tank-Fraktion gegenüber der Rad-Putz-Fraktion klar im Vorteil; schließlich sollte die heutige Etappe die längste der Tour werden. Auf dem Programm stand eine schier endlose Fahrt in den Osten, zu der ein kräftiger Jet-Stream sehr erwünscht war. Petrus erhörte die Gebete und schenkte der Radfahrerkolonne den Westwind. Ganz nebenbei gab es auch ein wenig Regen, doch verglichen mit den gestrigen Tagen war das unerheblich. Zügig ging es also an Düren vorbei zum letzten Verpflegungspunkt in Erftstadt. Wie schon vor drei Jahren zuvor wurden erneut abschließende Gruppenfotos geschossen und wie ebenfalls drei Jahre zuvor wurden abschließend alle übriggebliebenen Essensvorräte ohne Rücksicht auf Reste von der allzeit hungrigen Radfahrermeute geplündert. Erneut über die Rodenkirchener Brücke steuerte die Mannschaft schließlich geradewegs auf das beheimatete Refrath zu und traf dort am späten Nachmittag ein. Sehenswert dabei der Tachostand von 120 gefahrenen, teils auch gerollten Kilometern.

Fazit: Fünf Tage sportliche Höchstleistung, ohne einen Sturz mit höchstem Spaßfaktor, die Erfolgsgeschichte der Etappenfahrt geht also weiter. Ein besonderer Dank gilt wie immer den Organisatoren Gabi und Bruno sowie natürlich unserem unverzichtbaren Begleitbusfahrer Heinz, durch seine Hilfsbereitschaft stets mittendrin statt nur dabei. Besonders hervorzuheben ist bei diesem Mal durch die Teilnahme von Nina und Alina „Uelpe“ Uelpenich die außergewöhnlich hohe Frauenbeteiligung, besonders, da letztere zum ersten Mal überhaupt längere Zeit im Rennsattel saß. Max’ Stimmungsmache ist natürlich auch nicht zu vergessen. Somit allheil und gute Fahrt bis zur Etappenfahrt im nächsten Jahr!

 

Geschrieben von Niklas Záboji im September 2010

2009 - Refrath / Finnentrop / Möhnesee / Burg Altena / Refrath

Etappenfahrt 2009 Etappenfahrt 2009

Datum: August 2008
71 Aufnahmen

Vorwort:

Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise durfte auf das Staubwolke-Event des Jahres nicht verzichtet werden: die Etappenfahrt. Und so trafen sich am 13. August 2009 zwölf Rennfahrer dieses renommierten Radsportvereins, um das mittlerweile schon fest im Radsportkalender etablierte Fahrt anzutreten; zum fünften Mal in Folge. Unter den Mitwirkenden befanden sich der Führungsstab aus der Chefetage der Staubwolke, die Vorstandsmitglieder Gabi und Bruno Zollfrank, der Jugendwart und Staubwolke-Veteran Dominik Zenk, und neben den Erwachsenen Holger und Martin sieben Jugendfahrer der bewährten Kaderschmiede. Als Steuermann des Begleitbusses ist auch in diesem Jahr ganz besonders Heinz Uelpenich zu danken. Nicht zu vergessen war und ist das Junior-Mitglied im Verein, Emily Zollfrank. Brunos Radkonstruktion sollte also auch in diesem Jahr vier harte Tage Sturm und Wind standhalten.

1.Etappe (Bergisch Gladbach-Refrath - Finnentrop-Bahmenohl)

Dem Namen des Zielorts nach hätte man auch diesmal auf eine Fahrt in das unbekannte Hinterland rheinischer Abgründe (für Bruno immer noch Täler) getippt. Die geographisch Versierten, Leser des letzten Berichts oder gar aktiv Mitwirkenden im letzten Jahr dürfen hierbei aber aus Respekt vor den Finnentroper Landeskindern Einspruch erheben: der Ort ist gar nicht mal so klein.
Gestartet wurde donnerstags um 10.00 Uhr (wer im einzelnen nicht schon um 9.30 Uhr, wie abgemacht, parat stand, muss ja nicht erwähnt werden). Schnell stand fest: gute Laune würde diese Tour nicht erschweren, dann eher das Geschwätz von, ähm, das schlechte Wetter. Denn Wolken waren sichtbar. Sie wurden sogar dunkel und sorgten zwischen Lindlar und Marienheide sogar für plötzliche, aber karge Regentropfen. Auch deswegen, aber vor allem da das erste Ziel dieses Jahr relativ weit entfernt lag, wurde auf die Nutzung von Nebenstraßen weitgehend verzichtet (das sollte übrigens ein Novum bleiben). Nach Marienheide wurde die Wetterlage jedoch besser und die Radfahrerbeine, egal ob mit oder ohne Haare, kamen in den Genuss einiger Sonnenstrahlen. Ungeheures Magenknurren führte schließlich zur ersten Pause an der Brucher Talsperre. Auch in diesem Jahr sollte sich der Klecks Remoulade auf den frischen Brötchen bewähren, die Heinz geholt hatte. Um die Kritik böser Zungen gleich von vorneherein einzudämmen: auch Gurken und Möhren, ja sogar Äpfel, Bananen, Tomaten und Paprika gab es im Angebot. Und auch die Nachfrage war vorhanden. So schnell, wie die Raubtierfütterung vorüber war, war auch schon die Route nach Finnentrop von Holger und Bruno größtenteils geplant. Auf welligem Terrain dampfte der Staubwolke-Tross zum Biggesee und von dort aus weiter in Richtung Finnentrop. Fast angekommen, wurde noch ein kurzer Abstecher über einen malerischen Nebenweg ins Programm aufgenommen. Insbesondere das Rothaargebirge am Horizont verdiente dieses Prädikat.
Nach 109 Kilo- und 1200 Höhenmetern traf die Gruppe Spätnachmittags in der Jugendherberge ein. Dass die Anlage diesen Titel nicht verdient, war, wie im letzten Jahr, auch dieses Mal nicht zum Leidwesen der Beteiligten: ein eigenes Wohnhaus samt Zubehör stand zur Verfügung. Und auch das Essen und dabei vor allem der Reis kamen heute noch sehr gut an. Die besonders Fleißigen kamen sogar in den Genuss eines verdoppelten Desserts.
Neben Radreparaturen und mal mehr oder mal weniger qualitativen Gesprächsstoffs ging der Tag in Ruhe und Genuss zu Ende (es war ja noch nicht Nacht).

2.Etappe (Finnentrop-Bahmenohl - Möhnesee)

Die Nacht ist ja gerade bei Radsportlern extrem wichtig für die Regeneration. Gelegentlich tauchen bei der Etappenfahrt nur immer wieder Berichte über Extrem-Schnarchen und Nacht-Monologe des Zimmerkollegen auf. Dass diejenigen meist selbst das Sägehandwerk beherrschen, wird am Frühstückstisch natürlich schleunigst abgestritten.
Dieser hatte auch an diesem Finnentroper Morgen reichlich Kalorien zu bieten. Der Verbrennungsmotor sollte schließlich auch auf dem Weg in Richtung Möhnesee auf Hochtouren dampfen. Dagegen sprach aus rein meteorologischer Sicht aber auch sehr wenig; blauer Himmel sollte in diesen frischen Stunden auf einen Radfahrer-Tag hindeuten.
Heiße Fachdiskussionen gab es jedoch nicht nur bei der Frage, wie schnell es denn wie warm werden sollte. Manche stritten gar darüber, ob es nun Arm-oder Ärmlinge heißt. Armlinge, weil Arm also contra Ärmlinge, weil Ärmel. Wie auch immer, gut war und ist: es gab keine ernsteren Probleme! Frisch gedehnt, ob mit oder ohne ´linge ging es also auf nach Norden. Auf dem Programm stand, den Routenplanern zum Dank, auch diesmal eine zum Tunnel umfunktionierte Fledermaushöhle. Diese ließen nur auch bei diesem, zweiten Versuch, auf sich warten. Neu waren die handfesten Tropfen, die von der Decke auf die Räder und Radfahrer tropften.
Dass Radfahren gefährlicher ist als manch eine andere Sportart wurde auf diesem Streckenabschnitt mal wieder deutlich. Das Zeichen wegen entgegenkommenden Verkehrs wurde nicht weitergereicht und so kam es zur Kollision zwischen einer älteren Dame, Niklas und Martin. Hierbei die nochmalige Entschuldigung an die Betroffene und zugleich Warnung an alle Radfahrer, die öfters in Gruppen fahren.
Trotzdem war die grundsätzlich gute Laune, auch die der Sturzopfer im Peloton, nicht abhanden gekommen. Dazu war die landschaftlich sowohl beeindruckend als auch anspruchsvolle Streckenwahl bis Meschede einfach zu beeindruckend und anspruchsvoll. Der sauerländische Einfluss wurde deutlich und aus Meschede wurde Meschkede. Die letzte große Beanspruchung für Gemüter, Beine und Räder fand schließlich im Naturpark Arnsberger Wald statt. In Manier eines Ardennenklassikers ging es auf Waldboden steil bergauf; ein Naturpark eben und kein Rennradpark mag sich manch einer (faktisch jeder außer Bruno) gedacht haben.
Bei schönem Wetter und mit Seeluft in den Lungen war die Jugendherberge am Möhnesee letztlich gegen 16 Uhr erreicht. Die Hardliner unter den Jugendlichen waren zwar schnell überzeugt, das Gewässer auch ausgiebig zum Schwimmen zu nutzen, spielten dann aber doch lieber weiter Tischtennis. Aufgetankt wurde in der Kantine heute, endlich, nach langer Zeit mit Eis. Davor aber mit Reis. Pech nun mal, aber ausgeschlossen, dass es den auch in Burg Altena, der letzten Station, geben würde.

3.Etappe (Möhnesee - Burg Altena)

Die dritte Etappe sollte sich etwas mehr an der direktesten Entfernung zwischen Möhnesee und Altena orientieren und somit kürzer werden als das gestrige Teilstück über 94 km und 830 Höhenmetern. Das wurde zwar schon häufiger bei Etappenfahrten behauptet, war diesmal aber nicht ganz unrealistisch. Denn die Sorpetalsperre wurde schon im Vorfeld als Zwischenstop ins Visier genommen und wies passender Weise ideale geographische Koordinaten auf.
Bei makellosem Wetter ging es nunmehr zum dritten Mal mit Elan los. Die verantwortlichen Streckenplaner hielten es allerdings für eine, gefühlt, ewige Zeit für notwendig, alle Ecken und Kanten des Möhnesees abzufahren. Manch einer glaubte gar im Kreis gefahren zu sein, denn das Gewässer wollte nicht weichen.
Schweißtreibend war anschließend nicht allein das Wetter, sondern vor allem das Auf- und Ab dieser Gegend. Kaum war das Arnsberger Tal erreicht, ließen die nächsten Serpentinen nicht lange auf sich warten und verlangten dem Tross so einiges ab. Doch sollte der Schweiß nicht umsonst vergossen worden sein, denn der Radweg rund um die Sorpetalsperre überzeugte jedermann. Und auch diesmal wurden die teilweise arg schweren Radfahrerbeine mit den unglaublich leckeren Sandwichs à la Etappenfahrt belohnt und die warmen Temperaturen sorgten natürlich eher für eine Relax-Stimmung.
Die Burg Altena vor Augen waren die letzten Meter hoch in die Festung zwar hart, aber machbar. Belohnt wurde die Anstrengung natürlich nicht zuletzt durch den märchenhaften Ausblick auf das weitläufige Umland.
Eigentlich sollte nur die bevorstehende Nacht etwas Anstrengung versprechen, da die gesamte Jugendfraktion der Staubwolke in einem Schlafgemach Unterkunft finden musste (man denke an redselige Vereinsmitglieder und deren leidtragendes Publikum). Doch erfüllte auch das Abendmahl in der Burg nicht ganz die Erwartungen; es gab mal wieder Reis. Zwar in veränderter Kombination, aber bei dem einen oder anderen machte sich eine Essverweigerung breit (Max).
Den Sonnenuntergang genießend verbrachte die Gruppe den Abend zunächst in der Altenarer Eisdiele (Radfahrer essen bekanntlich viel). Später sorgte dann die Tischtennisplatte vor der Jugendherberge, direkt gelegen in der Burg, für packende Duelle und manch einer ließ sich die körperlichen Strapazen nach 75 Kilometern und 920 Höhenmetern durch ein kühles Bier belohnen.

4.Etappe (Burg Altena – Bergisch Gladbach-Refrath)

Auch an dem letzten Tag sollte hervorragendes Wetter garantiert sein. Mit dem passenden Luftdruck in den Reifen ging es an diesem Sonntagmorgen auf in Richtung Heimat. Der Weg dahin war in diesem Jahr nur leider etwas weiter als sonst und zudem voller unvermeidbarer Höhenmeter. Und so stellte sich die Illusion von der gemütlichen Abschlussetappe mit illusorischem Bummeltempo durch illusorische Pariser Vororte mit illusorischem Zieleinlauf auf der Pariser Prachtstraße spätestens dann als Illusion heraus, als die erste Steigung nach wenigen Kilometern innerhalb von wenigen Serpentinen Pulshöhe und Schweißproduktion in die Höhe schnellen ließ. Nach 20 Kilometern verzeichnete der Tacho bereits gefühlt alpine 400 Höhenmeter. Trotzdem konnte von schlechter Stimmung keine Rede sein und Optimisten wie Bruno und Holger versprachen optimistisch ein stetiges Gefälle ab Halver. Nach der Mittagspause hinter Halver wurde zwar selbst Heinz im Begleitbus klar, dass noch manche Erhebungen eine gewisse Quälbereitschaft erforderten. Dennoch war die Geschwindigkeit auf dem letzten Teilstück zwischen Wipperfürth und Bechen staubwolkig zügig und führte zu einem relativ frühen Eintreffen nach 80 Kilometern und 1000 Höhenmetern in Refrath am Marktplatz.

Fazit: Neben 358 Kilometern quer durch sauerländische und bergische Landstriche sorgte das wellige Terrain zudem für knapp 4000 Höhenmeter in den Radfahrerbeinen. Als besonders erfreulich muss natürlich die geringe Invalidenquote bezeichnet werden, allesamt aber nur mit kleineren körperlichen und seelischen Schrammen. Ein besonderes Dankeschön steht, wie auch im letzten Jahr, Heinz als Begleitperson im Bus zu, für den diese Aufgabe hoffentlich nicht allzu ermüdend war.
 Ansonsten stand durchweg gute Laune an der Tagesordnung und daher freut sich die Staubwolke auf eine Fortführung im nächsten Sommer!

Geschrieben von Niklas Zaboji im August 2009

2008 - Refrath / Glörsee / Finnentrop / Reichshof / Refrath

Etappenfahrt 2008 Etappenfahrt 2008

Datum: August 2008
67 Aufnahmen

1.Etappe (7. August):

Am 7. August, dem letzten Wochenende vor Schulbeginn für die Noch(-Schulgänger), sollte es losgehen. Gegen 9:00 Uhr trafen sich 15 Mitglieder der Staubwolke im Sommerlook vor der Turnhalle Steinbreche in Refraths Mitte. Darunter befanden sich sieben Jugendliche zwischen 13- und 16 Jahren, sieben ebenso sportliche jüngere und ältere Erwachsene sowie das jüngste Mitglied des Vereins: Emmily. Da der Vorstandsvorsitzende Bruno leider wenige Tage vor der Etappenfahrt, wie er selber sagte, „die Straße vermessen“ hatte, fuhr er mit seiner Tochter und Heinz im Begleitwagen für Versorgung und Routenplanung. Die anderen zwölf Rennradfahrer scharrten bereits mit den Hufen, als die Koffer in den Materialwagen verladen wurden. Kurze Zeit später (nach dem Eintreffen der Zuspätkommenden), ging es dann aber flott los.
 Gefahren wurde zunächst über Nebenstraßen nach Bergisch Gladbach, natürlich stets nach den Regeln des Bundes Deutscher Radfahrer. Da es im Verein einige Liebhaber der Bevertalsperre nahe Wipperfürth zu geben scheint, wurde diese auch als erster Rastpunkt ausgewählt. Die Routenplaner, zu denen auch Christian und Dominik in der ersten Reihe gehörten, führten uns auf dem Radweg der B506 über Bechen zur Dhünntalsperre. Ohne Schwierigkeiten und bei gutem Wetter folgten wir weitgehend dem Wind nordöstlich nach Hückeswagen. Für die RTF-Kenner ging es auf bekanntem Wege direkt an die Bevertalsperre. In der „zornigen Ameise“, die leider eher zur zornigen Zecke wurde, waren schon 15 Currywurstteller mit Pommes bestellt. Während die Gutverdauer die Talsperre für ein kühles Bad nach dem Essen ins Visier nahmen, spekulierten die Pessimisten schon über mögliche Regengüsse im Laufe des Nachmittags. Das war aber genauso schnell vom Tisch wie die Currywurst der hungrigen Meute. Dabei stellte sich heraus, dass selbst die doppelte Portion bei manchen, bestimmten Radfahrern nicht ausreichte. Nach der Zunahme dieser Sportlernahrung ging es dann aber zügig weiter.
 Über für viele bereits unbekannte, nordwestliche Landschaften wurden wir in Richtung Jugendherberge am Glörsee geleitet. Frische Luft bei mittlerweile dauerhaften 400 Meter über dem Meeresspiegel machten jedoch niemandem zu Schaffen, vor allem, da man ja davon ausging, das Wort Jugendherberge habe zwingend mit Bergen zu tun. Es stellte sich allerdings heraus, dass uns der Weg zwei Kilometer bergab zur Herberge führte. Unten angekommen, wurde natürlich schleunigst nachgeforscht, ob es nicht einen anderen Weg aus dem Tal gebe, den es aber leider nicht gab. Gefahren wurden heute etwa 70 Kilometer, mit beachtlichen 1000 Höhenmetern. Im Laufe des Nachmittags wurde sich selbstverständlich ebenso gedehnt wie gewaschen und frisch gemacht. Gleich drei Tischtennisplatten mit Blick auf den romantischen Glörsee, außerhalb des leider nicht romantischen Herbergshauses, sorgten für packende Duelle und Rundläufe. Aber auch analysiert und geplant wurde dort solange, bis zum Abendessen geblasen wurde. Auf der Karte oder vielleicht eher auf dem Tisch standen Putenschnitzel mit Pommes, Salat und nicht identifizierbare Melone. Zur Freude aller war das Essen in ausreichender Menge vorhanden.
 Mit Ernüchterung für manche über das Nichtvorhandenenseins eines Fernsehers (der FC spielte), fand der Tag mit Spielen der Nachkommenden Frank und Nicole seinen Ausklang.

2.Etappe (8. August):

Da ein Gewitterdonner an diesem Morgen für alle zum Wecker wurde, konnte pünktlich gefrühstückt werden. Nach bereits einigen schlechten Erfahrungen mit Herbergsmahl in den letzten Jahren, war gegen das Essen in dieser nicht einzuwenden. Der Eine oder Andere mag aber vielleicht nur aus Ehrfurcht vor dem Radfahrer’schen Hungerast eine Scheibe Brot mehr verzehrt haben. Mit Regenjacken und -brillen in der Trikottasche starteten wir gegen halb zehn zur Jugendherberge nach Finnentrop. Der Anstieg direkt zu Beginn schien den frischen Sportlern jedoch nicht so zuzusetzen wie der nach wenigen Kilometern einsetzende Regen. Noch ekeliger wurde es leider dadurch, gewisse Straßen auch von der Gegenrichtung aus kennen lernen zu müssen. Die Routenplaner taten aber ihr Bestes und überzeugten mit idyllischen Nebenstraßen.
Der erste Schock dieser Etappenfahrt war Noahs Unglück: Auf schmierigem Asphalt geriet sein Hinterrad außer Kontrolle und er stürzte in den Graben. Mit Schürfwunden fuhr er dennoch tapfer weiter. Nach etwa 35 Kilometern gab es dann eine Kräftigung durch die durchweg beliebten Remouladen-Sandwiches (aufgrund von Gabis Anwesenheit natürlich mit Gurken und Möhren). Begeisterung fand im späteren Verlauf ein vermutlich unter Denkmalschutz stehender Bahnhof, während es überwiegend auf Radwegen in Richtung Osten des Märkischen Kreises ging. Unglücklicherweise gaben diese ausgeschilderten Radwege jedoch keine Auskunft über ihren Bodenbelag. Schotter mussten die Rennräder also ebenso überstehen wie unerklärliche Löcher in der Straße. Nach drei Platten im letzten Jahr war bei dieser Etappenfahrt überraschenderweise bis dato noch kein Reifenschaden zu melden.
Während gegen Ende ein hohes Tempo seitens der Jüngeren eingeschlagen wurde (ob das einfache Auflegen der Hand auf ihren Rücken Kräfte freisetzt, ist bis heute nicht geklärt), führte uns der Materialwagen über Heggen nach Finnentrop im Kreis Olpe. Der am Schluss wieder einsetzende Regen fand allerdings weniger Beachtung, da die Finnentropper Bewohner Herberge in der Tat mit Bergen verbinden. Ein letztes Zähnezusammenbeißen sorgte jedoch für stolze 905 Höhenmeter auf 66 Kilometern durch das Vorsauerland.
Durch das Vergraulen der fleißigen Radputzer durch kräftige Schauer blieb die Mehrzahl der Rennräder leider im Drecksschleuder-Zustand. Von trüber Stimmung konnte dennoch nicht die Rede sein; der Familienbetrieb in Finnentrop stellte uns ein eigenes Haus samt Wohnzimmer und Küche zur Verfügung. Auch Befürchtungen über wiederholte Pommes zum Abendessen wurden durch einwandfreie, und vor allem in ausreichender Menge vorhandene Spaghetti Bolognese widerlegt. Augrund des am Abend teilweise einsetzenden Sonnenscheins wurden sogar die Poliermittel herausgekramt. Der Abend endete mit einer ungewöhnlich hohen Zahl an erzählten Witzen und die Musiker fanden natürlich Gefallen an dem Klavier im Wohnzimmer.

3.Etappe (9. August)

Bei frischer Temperatur ging es wie gewohnt gegen zehn Uhr auf zur nächsten Unterkunft, mittlerweile für 18 Staubwolke-Mitglieder, da am vorigen Abend auch Martin Höller den Weg nach Finnentrop gefunden hatte. Schon vorab war von der Königsetappe die Rede, die unbedingt dreistellig werden sollte. Um das zu erreichen, plante Bruno eine spektakuläre Fledermaushöhle in den Weg ein, nordöstlich von Finnentrop (unser Ziel befand sich in Reichshof, südwestlich). Die Höhle stellte sich dann als Tunnel heraus und Fledermäuse waren leider auch nicht zu sehen. Auf gewohnten Nebenstraßen oder gar Radwegen führten uns Christian und Dominik, sowie Heinz und Bruno im Bus, in Richtung Biggesee. Nach etwa 25 Kilometern stellte sich allerdings heraus, dass die Gutwetter-Optimisten mit ihren Vorhersagen etwas daneben lagen. Bewölkung und frischer Wind um die 15 Grad waren für die kurzen Hosen doch etwas zu wenig. Im Anschluss an die übliche Mittagspause ging es über eine idyllische Bergkuppe ins Tal nach Attendorn. Um so viel wie möglich vom Biggesee abzubekommen, entschieden wir uns für die Radwege am Ufer. Unglücklicherweise kannte man auch im Kreis Olpe nicht den Unterschied zwischen Radwegen für Mountainbikes und Rennräder, sodass das Material das ein oder andere Mal auf die Probe gestellt wurde. Eine zweite Rast wurde nahe Drolshagen auf dem sogenannten „Stupperhof“ eingelegt. Genüsslich Waffeln verzehrend wurde dabei diskutiert, ob man denn mit der dreistelligen Kilometerzahl richtig kalkuliert habe. Das Stupperhof’sche Labyrinth konnte jedenfalls nicht allein dafür sorgen und so ging es auf dem letzten Teilstück über kleine und größere Landstraßen nach Eckenhagen. Auch ohne die Aussichtsplattform der Wiehltalsperre auf Anhieb gefunden zu haben, wusste man sich des Ortes der Krombacher-Werbung ganz nahe zu fühlen. Letztlich ging es von dort aus westlich zum Ziel nach Reichhof-Feld, allerdings war von einer Jugendherberge nicht die Rede. Die Behausung trug den Namen „Spielefeld“ und hatte sogar eine Sauna und ein Schwimmbad (allerdings ohne Wasser) aufzuweisen. Auch wenn die am Ende 95 km nicht dreistellig waren, konnte man sagen, dass einem die 1265 Höhenmeter hier und da etwas mehr vorkamen. Die Zimmer, jedes einzelne mit eigenem Badezimmer und mit bei der Ankunft bereits bezogenen Betten, frohlockten beim Abendessen Rufe nach einer Wiederkehr im nächsten Jahr. Auf dem Speiseplan standen Fleischgerichte vom Grill sowie ein fast mayonaisefreier Kartoffelsalat. Bis nach dem Alters-Ranking die einzelnen Sportler ins Bett gescheucht wurden, wurde Billard gespielt oder geplaudert. Die Stimmung war super.

4.Etappe (10. August)

Abgesehen von der ein oder anderen Ruhestörung weiblicher Jugend um Mitternacht herum, konnte jeder in den Naturholzbetten gut schlafen. Aufgetankt wurde am Morgen zu gewohnter Zeit, bis die Dame an der Hotelrezeption mit der Hiobsbotschaft, es werde diesen Sonntag über Dauerregen geben, die geplante Route über den Haufen warf. Im Trockenen gut gedehnt gestartet, war jeder bereits nach wenigen Kilometern nass. Da half auch das tendenzielle Gefälle wenig, um schneller nach Hause in die Badewanne zu gelangen. In Zweierreihe ging es für die mittlerweile 16 Radfahrer, nach Udos Hinzustoßen am vorigen Abend, über Wiehl nach Engelskirchen. Der Anstieg von dort aus nach Lindlar war immerhin gut zum Warmwerden, denn mit Dauerregen und Kälte zusammen machte Petrus diesen Sonntag zum Anti-Radfahrer-Tag. Das letzte Teilstück führte uns über die gewohnte Landstraße durchs Tal nach Immekeppel. Der aufhörende Regen über Herkenrath und Moitzfeld brachte wieder die gewohnte gute Laune auf dem Rad, bis wir nach nassen 58 Kilometern mitsamt 490 Höhenmetern in Refrath eintrafen. Die Mehrheit der 16 Fahrer wird den Nachmittag gemütlich in der Badewanne hat ausklingen lassen.

Fazit: 289 plattenfreie Kilometern in vier Tagen durch das Bergische Land und das Sauerland, erfolgreich absolviert von 13 jungen und älteren Vereinsmitgliedern; nicht zu vergessen sind natürlich die Hinzugestoßenen. Besonders loben sollte man aber auch die Arbeit der Männer im Materialwagen, Heinz und Bruno, die das ein oder andere Mal vielleicht auch lieber auf dem Rad gesessen hätten als im Bus mit 15 km/h einen Berg hinaufzukriechen.
 Aber das wichtigste neben der einwandfreien Organisation: klasse Laune in der Truppe!
Bis zum nächsten Mal!

Geschrieben von Niklas Zaboji im August 2008

2007 - Refrath / Bad Honnef / Blankenheim / Nideggen / Refrath

Etappenfahrt 2007 Etappenfahrt 2007

Datum: Juni 2007
25 Aufnahmen

1. Tag: Refrath – Bad Honnef

Donnerstag Vormittag in Refrath: 11 Kinder und Jugendliche, 4 BetreuerInnen, 1 Baby und ein gemeinsames Ziel: 4 Tage mit dem Rad durch die Eifel.
Pünktlich zum Start öffnete der Himmel mal wieder seine Schleusen, aber das konnte uns Radsportler nicht schrecken. Regenklamotten an, Blick auf die nächste Wolkenlücke und ab Richtung Bad Honnef.
Der direkte Weg schien uns zu kurz und zu flach, Regen hin, Regen her.
Als die hungrige Meute schließlich nach 70 km und 650 Höhenmetern in der Jugendherberge eintraf, sollte es eine Überraschung geben. Aus Sicht der Jugendherberge war die Überraschung, dass es Burger gab (man nannte es Burger-Party). Aus unserer Sicht war die Überraschung, dass es pro Person nur einen Burger gab!
Da bekanntlich viel Regen auch viel Dreck mit sich bringt, war unser letzter Programmpunkt des Tages klar: Räder putzen á la Bruno. Was nichts anderes bedeutet, als putzen bis hinter den letzten Ritzel. Ob unsere blitze blank strahlenden Räder Petrus wohl gnädig stimmen würden?

 

 

2. Tag: Bad Honnef - Blankenheim

Ob wohl doch jemand seine Kette nicht richtig sauber gemacht hat? Auf jeden Fall setzte wieder pünktlich zum Start unserer 2. Etappe zur Burg Blankenheim der Regen ein. Aber das kannten wir ja schon. Also Regenklamotten an und auf die Räder. Wozu haben wir gestern eigentlich so eifrig geputzt? – Nicht fragen, trampeln!
Mit der Überführung via Fähre über den Rhein und 1-2 km am Rhein entlang begannen wir den Tag ganz gemütlich. In Bandorf war abrupt Ende mit gemütlich. Ein knackiger Anstieg von 14% sorgte für plötzliche Ruhe im Peloton und gab uns einen Vorgeschmack auf das, was noch vor uns lag. Tatsächlich waren an diesem Tag ebene Streckenabschnitte die absolute Ausnahme. Dafür wurden wir mit wunderschönen Ausblicken belohnt.
Uns diesmal gab es noch eine wirkliche Überraschung. In Volmert erwartete uns schon der Radsportenthusiast Udo Schmidt-Arndt mit Bienenstich und heißem Tee auf. Nach dieser leckeren Stärkung zeigte er uns noch sein Radsportarchiv mit Bilder, Büchern und Ausstellungsstücken aus der Geschichte des Radsports.
Am Ende des Tages zeigte unser Tacho 80 km und stolze 1200 Höhenmeter.
Und auch in der Jugendherberge Burg Blankenheim scheint man nicht zu wissen, was für einen Hunger Radsportler nach einer anstrengenden Etappe mitbringen. Die Portionen entlockten unseren Jugendlichen ein ungläubiges Staunen, bis hin zur Vermutung, es könne sich nur um die Vorspeise handeln. Aber zum Glück gibt es ja in jeder Jugendherberge die berüchtigten Süßigkeitenautomaten...
Zum Räder putzen waren wir dann aber eindeutig zu müde und ließen den Tag lieber mit Würfeln und Karten in geselliger Runde ausklingen.

 

 

3. Tag: Blankenheim - Nideggen

Ein Blick gen Himmel zeigte uns nichts neues, Wolken über Wolken. Aber wie sich im Verlaufe des Tages herausstellte, hat Petrus sich wohl gedacht: „Die Räder sind ja noch dreckig, na dann brauche ich es ja auch nicht regnen zu lassen.“ Auf jeden Fall blieb es an diesem Tag zur Freude aller trocken. Die Etappe nach Nideggen sollte eigentlich zur Regeneration dienen, hauptsächlich flach und nicht so lang. Trotzdem gab es wieder einige knackige Anstiege, die unsere Muskulatur auf die Probe stellten. Über den Pilgerpfad erreichten wir das Kloster Mariawald, wo wir unsere Mittagspause einlegten und mit reichlich Erbsensuppe für zusätzlichen Fahrtwind sorgten. Vom Kloster aus sollte es dann aber wirklich nur noch ein lockeres ausradeln bis Nideggen sein. Anstatt der unattraktiven Hauptstraße im Tal zu folgen, beschloss Gabi aber spontan den ausgeschilderten Radweg nach Nideggen zu nehmen, auch wenn er gegenüber der Talstraße einen Umweg von 1,6 km bedeutete. Wir bogen also ab und nach der zweiten Kurve brach Gelächter im Peloton aus. Mir, als letztem Fahrer, war sofort klar, was das zu bedeuten hatte. Sobald man um die steile Kurve rum war, sah man, wie eine Wand, einen steilen Anstieg vor uns. Als diese Rampe genommen war ging es zur Belohnung bis Nideggen stetig ansteigend weiter. Regeneration kann ja so schön sein.
Abends stand dann aber wieder Räder putzen auf dem Plan. Einige Jugendliche wollten das sogar freiwillig machen. Mit so dreckigen Rädern unterwegs zu sein ist für einen Rennradfahrer dann doch zu peinlich. Nebenbei wurde bei einigen kleineren Reparaturen und Einstellungsarbeiten noch Technikwissen an die jungen Nachwuchsfahrer vermittelt. Mittlerweile schon traditionell wurden am letzten Abend als Belohnung für die Strapazen der letzten 3 Tage Süßigkeiten und Getränke vom Verein spendiert. So endete der Tag gemütlich unter freiem Himmel bei Geschichten von 1000 und 1 Radrennen.

 

 

4. Tag: Nideggen – Refrath

Wir hatten es kaum noch zu glauben gewagt, die letzte Etappe (wie schnell doch die Zeit vergeht) fuhren wir mit „Sonne in den Speichen“. Es war ein tolles Wetter zum Rad fahren. So ging es dann heute auch flott voran. Es war wirklich einmal fast ausschließlich flach und bei einigen Streckenabschnitten wurden wir sogar noch kräftig vom Wind geschoben, da kann man genussvoll die Landschaft genießen. Der Ort Thom war sogar so schön, dass wir ihn 2x durchfahren haben. Die auf einem Banner angekündigte Kirmes haben wir aber trotzdem nicht gefunden. Auf dem Kaiserradweg sind wir dann zur Mittagspause nach Liblar zum Schloss Gracht gebraust. Am Wassergraben in der Sonne sitzend mit Blick auf das Schloss lässt sich vorzüglich speisen und entspannen. Auch wenn es die flachste Etappe war, so war sie doch auch die längste und daher wurde nach der verdienten Pause wieder kräftig in die Pedale getreten. Über Sitzbeschwerden wurde nicht lange geredet, man hatte sie einfach. Kurz vor Schluss noch ein leckeres Eis und schon waren die 4 Tage um.

Fazit: 4 Tage Staubwolke Refrath on Tour, insgesamt ca. 300 km und 3000 Höhenmeter, schöne Strecken durch eine tolle Landschaft, super Betreuung durch den Mannschaftswagen, tolle Organisation und das Wichtigste: Klasse Stimmung in der Truppe. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Geschrieben von Frank Cortmann im August 2007

2006

Etappenfahrt 2006 Etappenfahrt 2006

Datum: Juli 2006
62 Aufnahmen

Start war in Refrath, wo wir unser Gepäck in das Begleitfahrzeug luden und anschließend ging es los zur ersten Jugendherberge. Nach der Hälfte der Strecke gab es eine Verpflegungspause in der sich einige im Fluss abkühlten. An der Jugendherberge angekommen wurden die Räder weggestellt und die Zimmerschlüssel verteilt. Nachdem sich alle geduscht hatten ging es wieder runter zu den Rädern die wir putzen sollten. Dabei stellten wir fest das Christian eine besondere Beziehung zu seinem Rad hat. Nach dem Schuften ging es auf den Asphaltplatz wo wir im Regen Fußball spielten. Da jemand mit Barfuss spielte waren nach dem spiel 2 daumengroße Blasen unter den Füßen zu bewundern. Nach dem dann alle vom Fußball erschöpft waren und ging es in den Speisesaal wo es ein leckeres Buffet gab. Als alle fertig waren setzten wir uns noch zusammen und besprachen das Fahrverhalten von dem Tag und was besser hätte laufen können. Währenddessen aßen wir Kratzeis was das ganze versüßte anschließend gingen die ersten hoch auf ihre Zimmer um sich die nötige Energie für den nächsten Tag zu holen während die anderen zusammen spielten und sich ihre Energie aus dem Süßichkeitenautomat holten. Der zweite Tag fing wie auch die darauf folgenden tage nicht so schön an da dass frühe Aufstehen um halb neun nicht jedem liegt. nach dem Frühstück ging es aufs Zimmer um sich fertig zu machen und danach auf die Räder. Wo man noch mal feststellen musste das dass Reaktionsvermögen am morgen noch nicht das Beste ist und es einen kleinen Unfall gab. (doch es wurde mit zusammen gebissenen Zähnen tapfer weiter gefahren) bei der Hälfte der Tagesstrecke wurde wieder eine Rast eingelegt wo es wieder ein Gedrängel an der Essensausgabe gab. Nach der kurzen Pause ging es weiter. Kurz vor der 2. Jugendherberge wurden wir noch mal ziemlich herausgefordert da der Berg zu Herberge eine 23% ige Steigung mit sich brachte und sich 2 km lang zog dennoch kamen alle, ohne abzusteigen, oben an. Die Zimmer Schlüssel wurden verteilt und es ging unter die Duschen. Am Abend gab es Spaghetti mit Tomatensoße. Nach dem essen wurden noch Spiele gespielt und der Süßigkeiten Automat gelehrt. Die Nacht war für diejenigen die ihr Zimmer in der nähe der Jungs hatten nicht sehr angenehm, da der Gestank nicht hinter der Türe blieb. (bis heute ist die Ursache des unangenehmen Geruches nicht bekannt) Der nächste morgen war nicht so schön da es sehr bewölkt und noch feucht von der Nacht war, was für ein paar die Abfahrt nicht so leicht machte, letztlich kamen aber alle heil unten an. Dann ging es auf zur dritten Jugendherberge die an einem See lag. Dort angekommen ging auf die Zimmer und ab in den See. Nach der Abkühlung gab es etwas zu Essen und anschießend wurde Tischtennis gespielt.

Geschrieben von Aylin Fischer

2005

Am 11. August trafen sich 12 Rennradfahrer der Staubwolke Refrath um 10 Uhr morgens auf dem Marktplatz der Stadt Refrath. Mit dabei waren, der 1. Vorsitzende Bruno Zollfrank, die sportliche Leiterin Gabi Zenk, Pressewart Holger Buhr, und Frank Cortmann, sowie die Jugendfahrer Christopher Jobb, Benedikt Jobb, Felix Kho, Victor Hagemann, Tjark Wüster, Christopher Stark, Sebastian Stark (auf Grund einer Krankheit vorzeitig abgereist) und Pascal Zenk. Für die Verpflegung waren Michael und Doris Jobb verantwortlich.
Nachdem die Regeln festgelegt waren, welches Tempo gefahren wird, wie man sich im Straßenverkehr zu verhalten hat, ging es in Richtung erste Jugendherberge, die sich in Wiehl befand. Nach ungefähr der Hälfte der Strecke war die erste Verpflegung kurz vor Drabenderhöhe erreicht, wie jeden Tag sollte es Stangenbrot mit Käse, Schicken und Rohkost geben. Nach der wohl verdienten Pause ging es weiter in Richtung Wiehl und nach 60 km war man dann auch angekommen durch die so geliebten Feldwege von Bruno, er und Holger panten jeden Tag die Strecke, meistens ging es gut, doch mehrere Verfahrer waren auch dabei.
Nach einer kurzen Ansprache der Herbergsleiterin suchten alle schnell ihre Zimmer auf und bezogen die Betten, wobei es naturgemäß Probleme gab. Doch die Erwachsen halfen den Jungen gerne. Nachdem man Kicker und Pinball gespielt hat oder im Internet war, stand das Abendessen auf dem Plan. Bratwurst mit Kartoffelpüree und zum Nachtisch ein paar Sorten Obst. Als alle fertig waren, musste man natürlich auch abräumen und das schmutzige Geschirr vor die Küche fahren. Dort übernahmen dann die Angestellten die Arbeit. Am Abend gings runter in die Stadt, wo wir eine Eisdiele aufsuchten. Nachdem wir auch das hinter uns hatten, ging es langsam aber sicher in Richtung Bett, denn am nächsten Tag sollte es nach Morsbach weitergehen.
Wieder spielte das Wetter mit und so sollten die 1000 Höhenmeter, die wir heute vor uns hatten, zu reinsten Schinderei werden. Gleich mehrere Fahrer bekamen noch vor Verpflegung einen Hungerast. Das lag daran, das einige keine Riegel mitgenommen hatten, da sie dachten 30 km ohne Hungerast durften drin sein. Nachdem wir uns an der Verpflegung gestärkt hatten, fing es leicht an zu regnen, so das wir auf dem schnellsten Weg zur Herberge fuhren. Wieder üner ein paar abgelegene Feldwege und nach gut 20 km waren wir in Morsbach angekommen. Allen wurde gleich klar, dass sie von dem Luxus der ersten Jungendherberge nur träumen konnten und so vertrieb man sich die Zeit bis zum Essen mit einer Runde Tischtennis. Das Essen ist noch heute in aller Munde, denn es gab einen etwas älteren Hammel mit Nudelsalat aus dem Eimer, das schlug Sebastian so auf den Magen, dass er am nächsten Tag krank abgeholt werden musste. Nach einem Spielabend ging man dann noch etwas erschöpft vom letzten Abend und der heutigen Tour ins Bett.
Am nächsten Tag ging es in die Waldjungendherberge in Windeck-Rosbach und es hieß, man fahre nur flach doch nach 55 km hatten wir wieder knapp 800 Höhenmeter, aber trotzdem spielte das Wetter auch auf dieser Etappe mit. An der Jungendherberge angekommen, das gleiche Spiel: nach dem Abendessen, diesmal gab es Lasagne, fand ein Tischtennis“Rundlauf“Tunier statt. Die Älteren und ein paar die keine Lust auf Tischtennis hatten, erzählten sich bis in die tiefe Nacht Witze bis sie übermüdet in ihr Bett fielen.
Am letzten Tag kam der große Regen, so dass sich die Abfahrt um mehrere Stunden verschob. Als der Regen nicht aufhören wollte, entschlossen sich die Leiter, den schnellsten Weg zufahren. Zwar hörte es auf der Fahrt kurz auf zu regnen, doch wenige Kilometer vor der Ankunft kam der Regen noch mal um so heftiger wieder. Aber auch davon ließen wir uns nicht abhalten und fuhren zum Refrather Marktplatz, unserem letzten Ziel. Hier trennten sich die Wege und jeder Teinehmer fuhr nach Hause.
Auf der ganzen Fahrt gab es nur einen einzigen Defekt zu verzeichnen und vier kleinere Stürze, die aber ohne Verletzungen über die Bühne gingen!

Geschrieben von Christopher Jobb im August 2005